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Quellen:

Energie aus Biomasse

Bioenergie wird aus dem Rohstoff Biomasse gewonnen. Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie in Form von Energiepflanzen, Holz oder Reststoffen wie z.B. Stroh, Biomüll oder Gülle. Bioenergie ist unter den Erneuerbaren Energieträgern der Alleskönner: Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden. 2010 wurden aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse insgesamt 33,5 Mrd. Kilowattstunden Strom sowie 127,0 Mrd. kWh Wärme erzeugt.
Da Biomasse rund um die Uhr verfügbar und flexibel einsetzbar ist, kommt ihr eine bedeutende Rolle bei der Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu. Die Bioenergie bietet der Landwirtschaft ein zusätzliches Standbein. Rund 130.000 Arbeitsplätze werden bundesweit in diesem Bereich gezählt. Die dezentrale Nutzung der Bioenergie stärkt zudem die kommunale Wertschöpfung: Nach Berechnungen des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung sorgte die Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse im Jahr 2010 für 1,9 Milliarden Euro an Einkommen, Steuereinnahmen und Unternehmensgewinnen in den Kommunen.

Holzenergie

Mit dem urzeitlichen Lagerfeuer beginnt die Geschichte der Holzenergie. Heute stehen deutlich effizientere Technologien zur Verfügung, um mit Holz Wärme und Strom zu erzeugen. Knapp 6 Prozent des deutschen Wärmeverbrauchs wurden 2008 durch Holzenergie gedeckt. Angesichts steigender Preise für fossile Energieträger bieten sich viele unerschlossene Potenziale von Wald- und Restholz für die Wärmeerzeugung.
Biomasse1

Biogas

Rund 6.000 Biogasanlagen erzeugen 2010 in Deutschland Strom, Wärme und Kraftstoff. Biogas ist eine besonders vielseitige erneuerbare Energiequelle, deren Potenziale in Deutschland gerade entdeckt werden. Sowohl Reststoffe – von der Gülle bis zum Biomüll – als auch Energiepflanzen – vom Mais bis zum Schilfgras – lassen sich in der Biogasanlage nutzen.
Biogas

Biokraftstoffe

Zu Land, zu Wasser und in der Luft: Biokraftstoffe können für den Antrieb von Motoren in Autos, Lkw, Schiffen oder auch Flugzeugen eingesetzt werden. Dafür stehen unterschiedliche Biokraftstoffe zur Verfügung wie Biodiesel, Pflanzenöl, Bioethanol, Biogas und in Zukunft auch synthetische Biokraftstoffe (so genannter BtL-Kraftstoff). Biokraftstoffe reduzieren die CO2-Emissionen im Verkehr. Die Bandbreite reicht dabei je nach Herstellung von einem Drittel bis hin zu über 100 Prozent weniger CO2 als von fossilen Kraftstoffen emittiert wird. Biokraftstoffe werden einen Teil des globalen Erdölverbrauchs ersetzen können. In Deutschland decken sie aktuell 5,8 Prozent des Kraftstoffbedarfs. Biokraftstoffe werden in Deutschland hauptsächlich mit heimischer Biomasse erzeugt: Biodiesel kommt vom Rapsfeld und nicht aus dem Regenwald.
Biokraftstoff